Es ist der zwölfte Tag, der Elfte dieses Monats und dieser Stift ist doof. Unser Navigator fühlte sich heute Nachmittag etwas schwach, inzwischen liegt er darnieder. Stirbt er, sind wir verdammt auf ewig in diesen verfluchten Landen zu weilen. Verflucht weil jeder Tag die selbe Aussicht bietet, die wundervoll ist. Ungefähr so, wie wenn man jeden Tag vom deliziösesten speist und es irgendwann nicht mehr zu würdigen weiß. Sich satt gesehen haben, nennt man das dann wohl.
Das Wetter ist wieder schön und wir sind aus den Bergen raus und hinab ins Tal gestiegen und befinden uns in einem Wald, der von Flußläufen durchzogen ist und sich aus Tannen und Birken zusammen setzt. Der Treffpunkt ist nahe, Begegnungen mit Menschen häufen sich. Max und Daniel werden sich morgen Richtung Kvikkjokk begeben und ich werde wohl das Klötzchen pflegen und lesen, Feuer machen, Rentiere jagen und was Männer halt so im Wald machen wenn ihnen langweilig wird.
Der Bachlauf in der Nähe ist an einer Stelle breit und tief genug um darin gemächlich seine Bahnen zu ziehen und im Nachhinein erfroren und blau dem Bachlauf zu folgen, bis wilde Tiere sich gestört fühlen und einen aufessen.
So, das Feuer ist runtergebrannt, es ist kalt in Lappland sobald die Sonne nicht mehr scheint.
Gute Nacht.